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TV Willstätt verliert in letzter Minute

Felix Gässler TV Willstätt ©Stefan Arbogast

Die Spannung bleibt garantiert unter Ole Andersen, auch wenn der Däne am Samstag mit dem TV Willstätt in der 3. Handball-Liga Süd seine erste Niederlage kassierte. Beim 26:29 in Heilbronn-Horkheim gab es viele gute Ansätze und die Hoffnung auf eine Sensation platzte erst in letzter Minute. Da ging es drunter und drüber.

Es war spannend, es war nervenaufreibend – und in der Schlussphase schoss der Blutdruck bei allen Willstättern in die Höhe. Allein: Das Happy-End fehlte. Doch die 26:29-Niederlage beim Tabellenvierten TSB Heilbronn-Horkheim bestätigte den Trend der letzten Wochen: Es geht aufwärts. 

„Willstätt hat auf einem sehr guten Niveau gespielt, das ist nicht vergleichbar mit der Vorrunde. Ole Andersen hat Struktur reingebracht“, fand selbst Horkheims Coach Michael Schweickardt lobende Worte für den erst in der Schlussphase unterlegenen Kontrahenten aus der Ortenau.

Aufregung um Schiedsrichter
Diesmal war es weniger die mangelnde Kondition, die dem TVW das Genick brach, Das Team aus dem Hanauerland haderte heftig mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen.
Die letzten zwei Minuten hatten es in sich. Beim Stand von 26:26 kassierte der Willstätter Marius Oßwald eine Zeitstrafe – in den Augen seines Teams eine sehr strittige Geschichte. Beim folgenden 27:26 für Horkheim soll der Torschütze nach Meinung der Willstätter im Kreis gestanden haben. Damit nicht genug: Im Gegenzug setzte TVW-Kreisläufer Yannik Ludwig frei zum Wurf an und wurde nach unten gerissen. Die Willstätter warteten vergeblich auf einen Pfiff, stattdessen traf Horkheims Keeper ins leere Tor zum 28:26 – das war die Entscheidung.

Andersen fand in der Pressekonferenz nicht wirklich nette Worte für die Referees, während Kollege Schweickardt betonte: „Alles auf die Schiedsrichter zu schieben, da bin ich nicht dabei!“
Wie dem auch sei: Der neue TVW-Trainer hatte auch andere Gründe für die Niederlage parat: „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht. Offenbar trauen wir uns noch nicht, gegen so eine Mannschaft in deren Halle zu gewinnen.“

Gäßler stark
Ehe sich diese Fehler in der Schlussviertelstunde häuften, war der abstiegsbedrohte TVW ein gleichwertiger Gegner und hielt die Partie offen. Herausragend in der erste Hälfte: Felix Gäßler mit seinen Toren. Aber auch Ludwig am Kreis und vor allem der in Abwehr und Angriff bärenstarke Linkshänder Petar Bubalo setzten die Akzente.
Außerdem ließ sich Andersen was einfallen. Die zuvor stets nach der Pause aufgetretene Torflaute bekämpfte er mit der „Empty-Goal-Taktik“ – das heißt: Bei Ballbesitz nahm Willstätt den Torhüter raus und brachte einen zusätzlichen Feldspieler. „Das haben wir in nur vier Trainingseinheiten einstudiert und es hat schon gut geklappt“, freute sich der Däne, der auf Spielmacher Daniel Schliedermann (Bauchmuskelzerrung) verzichten musste. Und Christopher Räpple (Muskelverletzung) betrat das Spielfeld nur für einen Siebenmeter, den er verwandelte.

Am Samstag im Heimspiel gegen Tabellenletzten TSV Blaustein steigen die Aussichten rapide, dass Andersen im vierten Anlauf seinen ersten Sieg als TVW-Trainer einfährt.

Heilbronn-Horkheim – TV Willstätt 29:26
Willstätt: Kvesic, Grzybowski; Ludwig (5), Räpple (1/1), Dodig (5), Markovic, Matzinger (3), Fritsch, Durand, Oßwald (2), Bubalo (3), Pfliehinger (1), Gäßler (6), Lauppe.
Schiedsrichter: Ernst/Friedhoff (Freiburg) – Zuschauer: 400.