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Alexander Velz macht den Unterschied für den TV Willstätt

©️ Christoph Breithaupt

Der TV Willstätt hat beim Saisonauftakt gegen Aufsteiger HaSpo Bayreuth die erhofften ersten beiden Punkte eingefahren. Beim 29:25 wurde es nach deutlicher Führung allerdings in der Schlussphase noch mal richtig eng.

Handball-Drittligist TV Willstätt ist mit dem erhofften Heimsieg in die neue Saison gestartet. Gegen Aufsteiger HaSpo Bayreuth hatten die Hanauerländer vor allem dank einer disziplinierten Defensivleistung lange Zeit alles im Griff, bevor es Mitte der zweiten Halbzeit richtig eng wurde. Am Ende stand aber ein verdientes 29:25 (13:8). „Ich habe in den Stunden vor dem Spiel gefühlt, dass es nicht so leicht wird. Deshalb sind wir richtig glücklich über den Sieg“, sagte ein erleichterter TVW-Trainer Ole Andersen nach Spielende. Bedanken konnte er sich vor allem bei Neuzugang Alexander Velz, der mit zehn Treffern den Unterschied machte.

225 Zuschauer

Die ersten Halbzeit verlief ganz nach dem Geschmack der 225 Zuschauer in der Hanauerlandhalle. „Unsere Abwehr hat super gestanden“, lobte Andersen vor allem die Phase zwischen der 8. und 23. Minute, als der TVW aus einem 2:4 einen beruhigenden 11:6-Vorsprung machte. Der Aufsteiger aus Bayern biss sich an der aggressiven Deckung der Ortenauer die Zähne aus und sah sich mehrfach zu überhasteten Abschlüssen gezwungen, die oft am Tor vorbei gingen. Josip Kvesic, der im TVW-Kasten den Vorzug vor Leon Sieck erhalten hatte, musste nur selten eingreifen. Im Angriff zeigte sich der TVW sehr variabel und musste sich höchstens vorwerfen lassen, nicht alle Chancen konsequent genutzt zu haben. So scheiterte Régis Matzinger beispielsweise bei zwei Tempogegenstößen am starken Gästekeeper Nick Tornow.

Patzer vor der Pause

Richtig verärgert war Andersen allerdings wegen der letzten Aktion vor der Halbzeit. Der Däne nahm 38 Sekunden vor Schluss bei Ballbesitz und 13:7-Führung eine Auszeit. „Wir haben uns vorgenommen, den Ball bis zum Schluss zu halten. Das hat dank Petar Bubalo aber nicht geklappt“, kritisierte der Coach seinen Linkshänder. Statt eines möglichen 14:7 fiel dann noch das 13:8. „Da haben die Bayreuther gemerkt, dass sie eine Chance haben.“

Bis zum 15:9 (32.) sah noch alles nach einem deutlichen Heimsieg aus, aber dann wendete sich plötzlich das Blatt. „Wir haben in dieser Phase sehr unglücklich gespielt im Angriff. Zu langsam, zu statisch“, analysierte Andersen. Beim Neuling wuchs dagegen von Minute zu Minute das Selbstvertrauen. Fast jeder Versuch der Bayreuther war jetzt ein Treffer, während beim TVW gar nichts mehr zusammenlief. Über 17:15 (42.) und 18:17 (47.) robbten sich die Gäste heran und schafften beim 20:20 (51.) den Ausgleich. Als der achtfache Torschütze Paul Saborowski die Bayern sogar in Führung brachte (52.), drohte dem TV Willstätt ein ganz bitterer Abend.

Bayreuth verschenkt die Führung

Einzig Velz hatte die Gastgeber zwischenzeitlich mit schönen Treffern und kreativ verwandelten Siebenmetern im Spiel gehalten. Und bei Bayreuth machte sich nach der Führung plötzlich Nervosität breit. „Sie hatten Angst vor dem Gewinnen“, analysierte Andersen das, was sich zwischen der 53. und 56. Minute abspielte. HaSpo leistete sich zwei Offensivfouls und zwei Ballverluste, der TVW lag durch Velz (2), Matzinger (2) und Christopher Räpple plötzlich wieder mit 25:21 vorn und hatte das Spiel damit entschieden. Der Vier-Tore-Vorsprung hatte bis zum Ende Bestand.

„Wir haben jetzt zwei Punkte. Das ist der erste Schritt auf einem langen Weg“, freute sich Andersen und lobte Matchwinner Velz: „Wir wissen, dass er ein sehr begabter Handballer ist. Das hat man heute gesehen. Er macht zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Dinge.“

TV Willstätt – HaSpo Bayreuth 29:25 (13:8)
Willstätt:
Kvesic, Sieck (ab 51.); Ludwig (1), Räpple (1), Dodig (3), Kauffmann, Matzinger (3), Velz (10/4), Oßwald (2), Bubalo (2), Veith, Pfliehinger (3), Schliedermann (1), Gäßler (3), Valda.
Bayreuth: Tornow, Hennig (ein 7m); Klein, Nicola (4), Gretsch (3), Reif, Ruoff (1), Berthold, Berghammer (1), Saborowski (8), Elschner, Siebert, Wopperer (3), Goeritz (1), Herrmannsdörfer, Schreibelmayer (3/1).
Schiedsrichter: Czommer/Marin (Gmünd) – Zuschauer: 225
Zeitstrafen: 4 / 2 Minuten

Bericht: Marcus Hug

Foto: Christoph Breithaupt